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Gastgeber siegen beim 1. Walking Football Turnier im Fußballbezirk Nordschwarzwald

Schwarzwälder Bote-4c

 

Die legendäre 3. Halbzeit mindestens so spannend wie das Turnier

Wenn auf dem Platz beim Walking Football schon alles gegeben wurde, begann danach der eigentliche Höhepunkt des Tages: die sagenumwobene 3. Halbzeit. Und die hatte es wahrlich in sich.

Schon früh zeigte sich, dass im Sportheim an diesem Abend Großes bevorstand. Die Bewirtung war erstklassig, die vorbestellten Essen fanden zielsicher ihre Abnehmer, und nach und nach wechselten die Mannschaften geschlossen vom grünen Rasen an die noch wichtigeren Tische.

Als eine der ersten marschierte die Delegation aus Rottweil unter lautstarkem Gesang ins Sportheim ein – fast so, als hätten sie gerade die Champions League gewonnen. Sofort stellte sich im Saal die große Frage des Abends: „Wie machen die Rottweiler das eigentlich?“

Die Kubacher hingegen suchten nach dem verlorenen Finale direkt den Weg an den Stammtisch – vermutlich, um dort die entscheidenden Spielszenen noch einmal fachmännisch zu analysieren. Die Biegelkicker hatten sich strategisch den hinteren Teil des Sportheims gesichert und verteidigten diesen Bereich ebenso konsequent wie zuvor ihre eigene Hälfte.

Am Eingang hielten die Hochdorfer die Stellung, während sich Rutesheimer und Bondorfer mit spürbarem „Übergewicht im Mittelfeld“ im Zentrum des Sportheims festsetzten. Taktisch also alles wie auf dem Platz.

Zwischendurch wurde der Wasserhaushalt – und auch alles, was darüber hinausging – kräftig aufgefrischt. Besonders der Gerstensaft erfreute sich großer Beliebtheit. Später wurde der Gastgeber sogar noch beschenkt: Die Hochdorfer hatten heimischen Gerstensaft mitgebracht, und die Südbadener aus Kuhbach-Reichenbach setzten mit drei Flaschen edlem Wein noch einen genussvollen Schlusspunkt.

Als sich das Sportheim langsam zu lichten begann und man dachte, der Abend neige sich dem Ende zu, kam der Alleinunterhalter mit seiner Quetsche zum Einsatz – und plötzlich begann die Verlängerung der 3. Halbzeit.

Es wurde gemütlicher, lauter und vor allem geselliger. Es wurde gesungen, geschunkelt und herzlich gelacht. Besonders die Kuhbacher waren stimmgewaltig vertreten – wobei natürlich auch hier wieder die Rottweiler nicht fehlen durften, die weiterhin ein kleines Mysterium blieben.

Erst auf direkte Nachfrage, wie sie denn nach diesem ausgiebigen Umtrunk eigentlich noch nach Hause kommen wollten, wurde das Rätsel gelöst: Die komplette Rottweiler Delegation hatte sich vorausschauend bereits im Hotel Rössle einquartiert. Da war endgültig klar: Nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der 3. Halbzeit waren die Rottweiler taktisch hervorragend aufgestellt.

 

Bilder: Günter Klink