Bernecker Mädels am TSG-Campus
Die TSG Hoffenheim macht sich für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen im sportlichen Bereich stark. In diesem Rahmen wird jugendlichen Fußballspielern eine Möglichkeit geboten, die Örtlichkeiten und Trainingsgegebenheiten auf dem TSG-Campus in Augenschein zu nehmen und die Ausbildungsinhalte der TSG Jugendfussballschule kennenzulernen. Eine Gelegenheit, in die Welt des Bundesliganachwuchses hineinzuschnuppern, die unsere Nachwuchskickerinnen gerne nutzten.
So starteten mitten in den Herbstferien 21 Mädchen der D- und C-Jugend in Richtung Hoffenheim, wo zunächst die Besichtigung des TSG-Campus mit dem alten Bundesliga-Stadion auf dem Programm stand. Dieses Stadion diente Hoffenheim bis zur Eröffnung der SAP-Arena als Bundesligastadion und ist heute Schauplatz für Heimspiele des Hoffenheimer Frauen-Bundesligateams, der U23-Mannschaft in der 3. Liga und der Nachwuchsteams. Beeindruckend ist die durchdachte Anlage und vor allem der perfekte Hybrid-Rasen mit einer Mischung aus Natur- und Kunstgras.
Nach einem Ausflug in die Bildergalerie der ruhmreichen Hoffenheimer Historie – wobei sowohl die Spielerinnen als auch die Begleiter nicht durch große Sachkenntnis hinsichtlich Hoffenheimer Spielerpersönlichkeiten glänzen konnten – gab’s einen Rundgang durch die Katakomben und Umkleideräumlichkeiten. Übertriebener Luxus war nicht zu bestaunen, in den Bundesliga-Anfängen der TSG herrschte eher Pragmatismus.
Staunen konnte man allerdings über Infos zu Dietmar Hopp, dem Mäzen der Hoffenheimer, der oft von gegnerischen Fans als Finanzier des Hoffenheimer Aufschwungs geschmäht wird. Vor Ort wird erst deutlich, in welchem Maß sich dieser Mann für die Allgemeinheit und insbesondere für behinderte oder benachteiligte Jugendliche auch abseits des Fußballs einsetzt.
Nach der Besichtigungsrunde ging’s an den praktischen Teil: Zwei Jugendtrainer der TSG übernahmen die Mädels und bescherten den etatmäßigen Mädels-Trainern die entspannteste Trainingseinheit seit dem Einstieg in die Jugendarbeit …die Zuschauerrolle war auch mal interessant.
Interessant auch, wie diszipliniert so ein Training unter dem Eindruck optimaler Räumlichkeiten und Trainingsbedingungen ablaufen kann – die TSG Trainingshalle mit Kunstrasen sorgt anscheinend für mehr Ruhe als das Bernecker Sportgelände.
Nach fast 100 Minuten Intensivtraining war für ausreichend erhitzte und entsprechend rote Köpfe gesorgt und der Aufenthalt am Campus klang mit einer Abschlussbesprechung und einem kleinen Geschenk an die Teilnehmerinnen aus. Interessant war diese Trainingseinheit nicht nur für unsere Mädels, sondern auch für die TSG-Trainer, denn wir waren das erste Mädchen-Team, dass dieses Angebot in Anspruch genommen hat. Und für Verhalten, Mitarbeit und Können gab es ein Extra-Lob der beiden TSG’ler.
So ging’s dann ausgepowert, aber zufrieden auf die Heimreise. Selbstverständlich wurde die erste Möglichkeit zum Auffüllen des Kalorienhaushalts genutzt, womit der Tag im Optimal Zustand (satt, zufrieden und müde) endete.
Text und Bilder: Hartmut Scheihing














