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Zwischen Eigenerfahrung und Wunschziel-Fußball intensiv für unsere Mädchen-Teams

Der 21. März stand für unsere Mädchen komplett im Zeichen des Fußballs. Zunächst trafen im ersten Rückrundenspiel unsere beiden D-Mädchen Teams aufeinander, anschließend ging’s gemeinsam mit den C-Mädels zum Spitzenspiel der 2. Frauen-Bundesliga in die MHP-Arena.

Damit alle Highlights in einen Tag passen, musste dieser früh gestartet werden – nach voriger Absprache mit dem Schiedsrichter wurde unser internes Duell bereits um 09:30 angepfiffen. Für die Trainer stand im Vorfeld die Herausforderung, zwei gleich starke Teams gegenüberzustellen und da sich beide Mannschaften benachteiligt fühlten, musste das einigermaßen geklappt haben. Auch der ausgeglichene Spielverlauf sprach dafür, und so ging es nach Tor-Debüt von Michelle und Elfmeter-Ausgleich von Emily R. mit einem 1:1 in die Pause. Die zweite Halbzeit startete mit einem Kontertor von Lucy, das Emma B. mit einem schönen Weitschuss ausgleichen konnte. Ein Treffer von Emma S. sicherte schlussendlich den 3:2-Erfolg für Team I, nachdem Emily M. in der Schlussminute mit einem Lattentreffer den Ausgleich knapp verpasst hatte. Den Zuschauern wurde ein interessantes Spiel geboten, in dem teilweise gute spielerische Ansätze zu sehen waren und auch erstmalig eingesetzte jüngere Spielerinnen zeigten, dass sie mithalten können.

Nach dem Spiel blieb nicht lange Zeit für Diskussionen, denn um mögliches Verbesserungspotenzial und Motivation für die sportliche Zukunft zu sammeln, ging’s zusammen mit den C-Mädels in die MHP-Arena zum Besuch der VfB-Frauen im Spitzenspiel gegen Mainz. Die besondere Herausforderung dieses Ausflugs bestand weniger darin, insgesamt 47 Spielerinnen und Begleitpersonen in die Arena und zurück zu bekommen, sondern in der Einbindung zweier Institutionen – der Deutschen Post und der Deutschen Bahn. Und beide Organisationen wurden ihrem Ruf gerecht: Zunächst schaffte es die Post innerhalb fünf Wochen nicht, die vom VfB abgesendeten Gruppentickets zuzustellen (was sich wegen der Ticket-Sicherheitsbestimmungen bei bereits gedruckten Tickets nur durch den dankenswerten Einsatz der Fanbeauftragten des VfB Stuttgart per an der Kasse hinterlegten Tickets lösen ließ). Dann bereitete uns die S-Bahn mit einer Weichenstörung eine erhebliche Verspätung inklusive eines überhasteten Umsteigens auf eine völlig überfüllte Ersatzbahn. Dieses meisterte die Gruppe ohne merkliche Verluste. Interessant dabei der Kunstgriff der VVS, die Verspätung jeweils auf die letzte (ausgefallene) S-Bahn zu beziehen. Unsere Verspätung von 70 min. reduzierte sich damit anzeigetechnisch auf 10 min. Half uns zwar nicht, aber wohl der Pünktlichkeits-Statistik der Deutschen Bahn.

Schlussendlich erreichten wir Mitte der ersten Halbzeit das Stadion und wurden durch die gute Atmosphäre und dem Besucherrekord von 31.700 Zuschauern für die mühevolle Anreise entschädigt. Einige unserer Spielerinnen waren noch nie in einem Stadion und waren deshalb vor allem von der Stimmung um unsere Sitzplätze in der Cannstatter Kurve beeindruckt. Die Aussicht, vielleicht selbst mal vor großer Kulisse spielen zu dürfen, stärkt hoffentlich den ohnehin schon guten Trainingswillen der Mädels.

Leider konnten die VfB-Frauen dem Erwartungsdruck nicht standhalten und wurden von Mainz zu einer 2:4-Niederlage ausgekontert. Dies schmälerte aber die gute Laune der Reisegruppe nicht, zudem verlief die Rückfahrt glücklicherweise störungsfrei – eine leichte Verspätung ergab sich nur intern, bis nach Verlassen des Stadions tatsächlich Vollzähligkeit hergestellt war.   

Der Tag war anstrengend, aber schön und brachte viele Eindrücke – dies war das Resümee des Teils der Gruppe, der sich noch zum Abschluss-Döner zusammenfand. An Verbesserungsmöglichkeiten für die nächste Aktion wird gearbeitet – hilfreich wäre zum Beispiel die Verpflichtung einer Spielerin aus einer Busbesitzer-Familie.

  Text und Bilder: Hartmut Scheihing